Ferienhilfe für Familien
Franziska Matter (49) und ihre 6-jährige Tochter geniessen bereits zum zweiten Mal Reka-Familienferien für 200 Franken. Die Reka ermöglicht damit Familien und Alleinerziehenden mit kleinem Budget unbeschwerte Ferientage, die sonst finanziell ausser Reichweite lägen.
Malin ist ein Energiebündel. Die Sechsjährige liebt Skifahren, Snowboarden und Schlitteln – und das sind nur die Aktivitäten, die sie in ihrer Ferienwoche im Reka-Feriendorf Hasliberg BE auskostete. Zu Hause kommen Tanzen und Turnen dazu. Dass sie vor Tatendrang sprüht, ist bei ihrem Hintergrund kaum erstaunlich: Ihr Vater, von dem sie und ihre Mutter heute getrennt leben, ist einer der besten Palmkletterer der Karibikinsel St. Lucia, und auch ihre Mutter hat ihr die Bewegungslust in die Wiege gelegt.
Franziska Matter selbst blickt auf eine bewegte Vita zurück. Die eher zierliche Frau betätigte sich einst als Hochseeseglerin, lebte in jungen Jahren anderthalb Jahre in Indien, um tief in die Yoga-Kultur einzutauchen, und trainierte Capoeira in Brasilien. Diese Zeiten sind vorbei. Heute verbringen Mutter und Tochter viel Zeit im Freien, nicht zuletzt, um Malins Energie in geordnete Bahnen zu lenken. «Wir sind so viel wie möglich an der frischen Luft und machen Sport», erzählt die 49-Jährige.
Eigentlich fehlt es den beiden an nichts – ausser am nötigen Geld für Ferien. Als Umweltingenieurin und Gärtnerin arbeitet Matter unter anderem als selbstständige Kursleiterin in der Erwachsenenbildung. Sie vermittelt Wissen über Gartenbau und betreut via Fundraising finanzierte Projekte wie etwa einen geplanten Philosophengarten in Zürich.

«Ich möchte Menschen dazu bewegen, bewusster zu leben, saisonal anzubauen und weniger Energie zu verbrauchen», erklärt sie. Mit dem Einkommen aus ihren Kursen könne sie etwa die Hälfte ihrer Lebenshaltungskosten bestreiten, erklärt Franziska Matter. Die andere Hälfte steuert das Sozialamt bei.
Die Suche nach Sinn prägte ihr Leben; das erklärt auch ihre spirituellen Reisen nach Indien und Brasilien, die sie unternommen hat. Hat sie dort Antworten gefunden? Matter lächelt: «Ja. Aber je mehr Antworten man findet, desto mehr neue Fragen tun sich auf.» Zumindest auf eine existenzielle Frage gab es letztes Jahr eine klare Antwort. Auf ihr Ansuchen, mit Malin Winterferien im Hasliberg machen zu können, reagierte die Reka mit einer Zusage: Eine Woche für 200 Franken.
Die Stiftung Reka-Ferienhilfe ist das gemeinnützige Engagement von Reka, das einkommensschwachen Familien und Alleinerziehenden günstige Ferien ermöglicht.
Weitere Informationen zu den Reka-Familienferien finden Sie hier.
Quelle: Coopzeitung Nr. 9 vom 26. Februar 2026, Text: Thomas Compagno, Fotos: Mischa Christen
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